Denken ist eine Tatsache, auch wenn man es nicht sehen kann. Es existiert kraft eines denkenden Ich, das Ich ist, kraft (s?)eines Denkens.

Bewusstsein als ein Gedanke, der unweigerlich auf ein Ich hinausläuft, erst recht, wenn er auf ein Selbstbewusstsein zielt.

Dass man mich verletzen, ich mich verletzt fühlen kann, steht außer Frage. Wie ich diese Frage beantworte, ist meine Entscheidung, dass ich sie in irgendeiner Weise beantworte, eine Notwendigkeit. Im Klartext: Ich bin auf der Baustelle eigener Verletzlichkeit tätig. Habe ich einen Bereich saniert, ruft unter Umständen ein anderer nach Bearbeitung.

Gerechtigkeit als eine der schwierigsten Kategorien, die es gibt.

Damit etwas Kreatives zum Vorschein kommt, muss ich es in seinem Entstehungsprozess zugleich loslassen wie gezielt vorantreiben. Die Vorgabe lautet: zielgerichtete Absichtslosigkeit.

Ist Logik ein Phänomen des Denkens oder Denken ein Phänomen der Logik?

Der Mensch auf Erden rechnet mit dem Quadrat, der Mensch im Himmel mit dem Dreieck. Ansonsten drehen wir uns im Kreis.

Nicht allein Kunstgenuss und Kunstausübung reißen die Seele hin. Die Seele selbst - schwach in ihrem als besondere Sensibilität identifiziertem Wankelmut - ist es, die sich hinreißen lässt, hinaus in die Weite dessen, was sie im Rahmen künstlerischen Wollens innerhalb ihrer schmalen Existenz bescheiden zu beherbergen und zu pflegen hätte.

Auch die Bibel ist nicht vom Himmel gefallen. Das Wörtchen auch deutet auf Verwandtes im Geiste, das nicht unbedingt denselben Erzählreichtum aufweisen muss.

Schrecken ist die real gewordene Angst vor jeglichem, jederzeit möglichem Verlust.

Von Vorteil ist, die Verhältnisse zu beruhigen und das Gemüt zu straffen.

Die Welt ist eine Gegebenheit, in die ich hineingeboren bin. Mein Hineingeborensein markiert dabei ihre Gegebenheit.

Der Wille wird im Lauf des Lebens schwächer. Er steckt im Leben drin und geht irgendwann mit ihm unter.

Gegenwärtig bin ich der Wart des Gegen. Gegen Vergangenheit, gegen Zukunft, irgendwo dazwischen.

Sterbliches mehrt sich und geht dahin. Ins nicht (mehr) Sterbliche, Nachtodliche (Ewige?). Der Wandel des Lebens, deutlich mehr umfassend als die Zeitspanne des Daseins offeriert. Aber was genau?

Gesagtes geht über zu etwas, das gesagt wurde, bis es als etwas einst Gesagtes nach und nach verfällt (abgesehen von historischen Artefakten). Ein Raunen des Vergangenen, Schein zeitlicher Integrität (manchmal sogar ohne Schein und integer).

Heutzutage ist die Verfallszeit der Worte gering. Gerade erst ausgesprochen, schon vergessen, untergegangen im vielsagenden Geplapper vielsagenden Meinen's.

Wohl dem, der sich als freier Mensch seiner Fesseln bewusst ist.

Nachtschwer und sommergedämpft aufgewacht. Nichts als Wille, auch für diesen Tag, und die Aussicht auf ein paar Worte zur rechten Zeit, an rechter Stelle. Aussicht und Einsicht.

Selbst Teil der Natur, ist es dem Mensch unmöglich sich restlos von Natur zu emanzipieren. Warum sollte er auch? Sie stellt seine (Lebens-, Daseins-)Grundlage dar.
Im Rahmen seiner Fortentwicklung auf Erden allerdings trachtet er danach, sich über natürliche Gegebenheiten, seine naturgemäße Verankerung, hinwegzusetzen. Zu seinem Wohl, zu seinem Schaden und zum Schaden der Natur. Vieles scheint darauf hinzudeuten, dass der Schaden überwiegt, weniges, dass er sich begrenzen, so nicht vermeiden lässt.
In jedem Fall Zeit für eine handlungsverpflichtende Existenzanalyse, zuvorderst eine ganz persönliche.

Das Gute steht im Verhältnis zum Bösen, das Böse im Verhältnis zum Guten, sofern man diese Gegensätzlichkeit gelten lassen will.

Verneinung als Möglichkeit, sich dem Rechten anzunähern, aber auch Unrecht zu bewirken.