Apr 2026

Alles, was mir zum Thema Ewigkeit einfällt ist, dass ihre Aspekte (und ich frage mich, welche) außerhalb von Zeit und Raum liegen. Wie könnte es auch anders sein?

Fotos von mir geben das wieder, was ich mir vor dem Spiegel nicht eingestehen will: mein Alter. Deshalb meide ich das fotografische Abbild meiner selbst und schaue möglichst selten in den Spiegel.

Man kann alles fotografieren, nur nicht sich selbst (siehe Max Frischs "man kann alles erzählen, nur nicht sein wirkliches Leben").

Wer (weit) voraus strebt, kann schon mal im Abseits landen. Solang er dort nicht stehen bleibt, ist dagegen nichts einzuwenden. Aber, warum eigentlich nicht?

Es bedürfte weniger Regulierung(en) seitens einer Staatsführung, regulierte sich der einzelne mehr und gründlicher. Maß und Anstand, die Zauberworte. Wenn nur nicht das Leben wäre.

Ich bin eher mängelorientiert als dass ich mich an meinen Stärken ausrichte. Ich bin ein Mängelwesen (und zugleich Mangelware).

Verhalte ich mich nach allgemeiner Gepflogenheit normal, fühle ich mich falsch. Fühle ich mich richtig, verhalte ich mich garantiert nicht (ganz) normal. So errege ich Anstoß und erkenne mich als typischen Außenseiter.

Mit erheblichen Getöse wird um sieben Uhr morgens beim Nachbarn (mal wieder) etwas angeliefert. Lastwagen, Container, Bagger, was weiß ich?

Manchmal braucht es das Kollektiv, manchmal den klugen Kopf.

Die Regierung eines Staatsgefüges sollte in den Händen derjenigen liegen, die einen Staat führen können. Experten ihres Fachs mit möglichst umfassender allgemeiner Lebenserfahrung. Jung sollten diese Experten also nicht sein, aber uralt auch nicht.

Die Würde des Alters liegt in der Würde des einzelnen.

Philosophie, aus Liebe zum Kind!

Mir läuft das Wissen davon wie Wasser durch die Hände (Finger?).

Die Frage, was für mich angemessen ist und was nicht, hat nichts mit Hochmut zu tun, sondern mit Selbstwertgefühl. Diese Erkenntnis verhindert nicht, dass ich meinen Lebensunterhalt unter Umständen mit einer Tätigkeit unter Selbstwert bestreiten muss. Im Leben eine lebensunterhaltende Tätigkeit für sich selbst zu finden, stellt keine geringe Herausforderung dar. Was man kann, ist man sich selbst wert. Was man sich selbst Wert ist, sollte man können.

Dem eigenen Leben wertschätzend zu begegnen, lässt das Leben anderer im Wert steigen.

Wer vorankommen will, muss etwas hinter sich lassen. Das berührt allerdings nicht die Frage, inwiefern Vorankommen an sich sinnvoll ist. Aber kann der Mensch anders?

Ich lebe nicht in einer Bananenrepublik, aber in einer Bananenbieger-Republik. Ich freue mich über jeden Mensch, dem auch gerade Bananen Freude bereiten. Ich bin auch einer.

Die, die zuerst schreien, haben es zumeist am wenigsten nötig.

Man hat schnell etwas Gewachsenes zerstört, bringt dagegen selten etwas zustande, das das Erscheinungsbild eines über viele Generationen sich erstreckenden Entwicklungsgeschehens ersetzen kann.

Ich wage mir nicht vorzustellen, auf welche Ideen die Menschen kommen würden, die sich Abend für Abend vor dem Fernseher die Zeit vertreiben. Aber vermutlich haben sie gar keine Ideen mehr.

Entweder man veredelt den Saft, in dem man schmort, oder man geht in ihm unter.

Wie man durch überzogenes Streben nach dem Optimum in Unruhe verfallen kann (manchmal bis zur Besinnungslosigkeit), ohne jemals das erhoffte Optimum zu erreichen, da es (absurderweise) immer noch etwas Optimaleres gibt.

Was um seiner selbst willen getan ist, lässt frei und öffnet den Blick für scheinbar Unmögliches.

Auch sich selbst gegenüber - und vor allem sich selbst gegenüber - obliegt man der Verantwortung, Nähe und Distanz ins je stimmige Verhältnis zu setzen.

Die große Kiefer vor meinem Fenster leuchtet im morgendlichen Sonnenlicht. Ich denke unwillkürlich an Baumdarstellungen von Paul Cezanne. Nichts Abstraktes, nur (dies Wörtchen wertschätzend gemeint) Resultat eines anderen Blicks.

Mir fällt es schwer zu verstehen, wie anspruchslos bzw. wie übertrieben anspruchsvoll Menschen sein können. Ich selbst habe Schwierigkeiten, das rechte Verhältnis zwischen Anspruch und Anspruchslosigkeit auszubalancieren?

Beharre nicht auf etwas, das dir zu verstehen gibt, dass Beharrung ihren Sinn verliert.

Der Gemeinplatz ist eine häufig und gern aufgesuchte Örtlichkeit.

Leidenschaft kann auf vieles gerichtet sein, und vermutlich beschert sie auch Leid. Aber sie ist Würze des Lebens, ohne die Leben eine schale Angelegenheit wäre.

Die Frage nach Notwendigkeit(en) stellt sich für jeden etwas anders und wird von jedem etwas anders beantwortet. Es sei denn ein übergeordnetes (höheres) Gesetz bestimmt Notwendiges und ihm entsprechendes Handeln. Aber wer formuliert das Gesetz?

Alles, was man gut kann, verpflichtet, die Frage ist nur zu was.

Auch heute wieder schmeckt der Kaffee anders. Das hat weniger mit dem Kaffee zu tun, viel dagegen mit mir.

Die Hölle ist eine Verunglimpfung der antiken Unterwelt, die ihrerseits eine düstere Vorstellung dessen darstellt, was den antiken Mensch nach dem Ableben erwartet. In jedem Fall keine rosigen Zeiten.

Ich bemühe mich mit mäßigem Erfolg um einen wahrheitsgemäßen Umgang mit Wahrheiten. Da bleiben Irrtümer nicht aus.

Dass das (eigene) Leben sich unaufhaltsam dem Ende zuneigt, erkennt man daran, dass ein neues nicht (mehr) in Aussicht steht, abgesehen von unerheblichen Randerscheinungen, die sich bestenfalls - sofern man aufmerksam ist - als vielleicht erhellende Randbemerkungen zu längst Bekanntem auffassen lassen.

Aktuell wird das Triebhafte in der Liebe unterbewertet, andererseits in verzerrter, auch krimineller Weise umgedeutet. Darunter leidet in erster Linie die Liebe und damit der Mensch.