Bestimmung setzt voraus, dass es jemand gibt, der bestimmt (Gott, Götter, ein höheres Etwas). Sollte es diesen jemand nicht geben, was im Bereich des Möglichen liegt, habe ich selbst zu verantworten, was ich (fälschlicherweise) als Bestimmung auffasse.

Ein Geheimnis liegt im Zauber der Wiederholung, im Auf und Ab des Immergleichen. Ich habe es (noch) nicht entschlüsselt und weiß nicht einmal, ob es etwas zu entschlüsseln gibt.

Betrachte das Gewicht deiner Person im wortwörtlichen und übertragenen Sinn, aber ohne auf eine Bedeutung für andere aus zu sein. Dein Gewicht hast ausschließlich du selbst zu tragen.

Die Morgensonne rhythmisiert die Kiefer vor dem Fenster mit einem unregelmäßigen Lichtfleckenmuster. Über diesen erfreulichen Anblick könnte ich fast die unangemessene Kälte dieses Morgens vergessen. Aber was ist unangemessen oder angemessen? Eigentlich ist die Kürze hiesiger Sommer köstlich wie eine seltene Speise, was nicht zugleich bedeutet, dass die Länge hiesiger Winter auch köstlich ist.

Weder kapitalistische noch kommunistische Auffassungen sind das Nonplusultra. Das rechte Maß entscheidet, das Zünglein an der Waage, das der Einzelne, welcher Gesellschaftsform er auch angehört, einzupendeln hat (wenn er denn pendelt).

"Hartmut steh' auf", das Motto des diesjährigen Katholikentags (wie merkwürdig irrlichternd verstaubt dieses Motto klingt), hätte eigentlich heißen müssen "Hartmut, wach' endlich auf".

Im Süden könnte ich schon leben, aber diese heißen Sommer ...

Alles im Leben kennt einen Beginn und ein Ende, keinesfalls aber Dauer. Ein Beginnen, das dauert, ein dauerndes Ende, unerträglich.