17/02/26 18:19
Selbstkritik ist eine unangenehme Form des Selbstumgangs. Da man sich selbst gegenüber befangen ist, kann sie überzogen wie nachlässig ausfallen. Ein Kunststück, die rechte Balance zu finden, und lebenslange Praxis.
Sich in die flüchtigen Areale des Lebens vertiefen, in das, was nicht festzuhalten ist, nichtsdestotrotz beherrschenden Anteil am Leben hat. Hören, wie das Gras wächst, riechen, wie die Luft sich verströmt, staunen angesichts der geheimnisvollen Sensationen des Daseins.
Die eigenen Möglichkeiten in rechter Weise erfassen, die Motive eigenen Handelns ergründen, lohnender Teil von Selbstkritik.
Ich begegne meinem Alter mit jugendlicher Neigung und meiner nicht mehr vorhandenen Jugend mit altersbedingter Skepsis. Ansonsten versuche ich zu leben, wie es kommt und kein Wort darüber zu verlieren (wie man lesen kann, ohne Erfolg).
Askese hat noch niemand geschadet, aber auch nicht jedem geholfen.
Eine Demütigung des Alters: die medizinisch behandelte Hinfälligkeit.
Der wirkliche Feind haust innen und treibt außen sein Unwesen. Wo ihn bekämpfen?
Spätentwickler, der ich bin, drehe ich die Zeit zurück, um rechtzeitig zur Stelle zu sein. Wäre doch schade, wenn ich mich verpassen würde. Die Zeit kommt mir entgegen, was nett von ihr ist. Ich brauche mich um sie nicht zu kümmern.
Mein Körper gehorcht mir, wenn ich ihm gehorche.
Manch einer säuft und frisst sich tot, ohne zu bemerken, dass er vorher (noch) sterben muss. Das ist schwer zu verstehen, also menschlich, bedarf also der Nachsicht.
Sich in die flüchtigen Areale des Lebens vertiefen, in das, was nicht festzuhalten ist, nichtsdestotrotz beherrschenden Anteil am Leben hat. Hören, wie das Gras wächst, riechen, wie die Luft sich verströmt, staunen angesichts der geheimnisvollen Sensationen des Daseins.
Die eigenen Möglichkeiten in rechter Weise erfassen, die Motive eigenen Handelns ergründen, lohnender Teil von Selbstkritik.
Ich begegne meinem Alter mit jugendlicher Neigung und meiner nicht mehr vorhandenen Jugend mit altersbedingter Skepsis. Ansonsten versuche ich zu leben, wie es kommt und kein Wort darüber zu verlieren (wie man lesen kann, ohne Erfolg).
Askese hat noch niemand geschadet, aber auch nicht jedem geholfen.
Eine Demütigung des Alters: die medizinisch behandelte Hinfälligkeit.
Der wirkliche Feind haust innen und treibt außen sein Unwesen. Wo ihn bekämpfen?
Spätentwickler, der ich bin, drehe ich die Zeit zurück, um rechtzeitig zur Stelle zu sein. Wäre doch schade, wenn ich mich verpassen würde. Die Zeit kommt mir entgegen, was nett von ihr ist. Ich brauche mich um sie nicht zu kümmern.
Mein Körper gehorcht mir, wenn ich ihm gehorche.
Manch einer säuft und frisst sich tot, ohne zu bemerken, dass er vorher (noch) sterben muss. Das ist schwer zu verstehen, also menschlich, bedarf also der Nachsicht.