Je mehr ich (nach)denke, desto mehr gibt es zu denken.

Ich vergaß die aufgeplusterte Taube zu erwähnen. Gesund sah sie nicht aus in ihrem zerzausten Federkleid. Sie kauerte auf dem Bürgersteig, von der Straße abgewandt (als ob sie die schon längst nichts mehr anginge) im rechten Winkel zur Hauswand. Den Schnabel hatte sie in eine Ritze gesteckt, als ob ihr das eigene Köpfchen zu schwer geworden wäre. Schaute auch sie bereits ins Jenseits?

Hinter jedem Preis (den ich für ein bestimmtes Produkt meiner Wahl zu zahlen habe) steckt eine mehr oder weniger nachvollziehbare Kalkulation, die nicht unbedingt meiner eigenen entsprechen muss.

Ein kontemplatives Leben ist Luxus pur, mit Geld nicht aufzuwiegen. Kann man es sich leisten, handelt es sich vermutlich um eine Täuschung.

Eine Ansicht ist zum Beispiel die, dass jeder Mensch mit einer bestimmten, im Leben zu erfüllenden Aufgabe geboren wird. Ich gehöre anscheinend der Spezies Mensch an, die partout nicht dahinter kommt, um welche Aufgabe es sich da handeln könnte, sehe ich von einer gewissen Neigung zum Tagträumen ab, die schwerlich als Aufgabe zu bezeichnen ist (oder vielleicht doch?)

Eine führende Rolle im Zusammenleben der Menschen spielen auch die, die dafür kaum eine Veranlagung, geschweige denn Qualifikation besitzen.

Ich habe wenig bis nichts zu tun. Damit bin ich den lieben langen Tag beschäftigt und abends entsprechend müde.