06/02/26 19:20
Hat man die Kindheit in etwa hinter sich gelassen, zeichnet man lebenslang für den Zustand (die Zustände), in dem (denen) man lebt, verantwortlich. Man ist nicht die Ursache seiner selbst, aber persönlich in der Pflicht für sich selbst. Welche Tragweite diese Verpflichtung hat, mag variieren.
Ihm stehen Fähigkeiten für bestimmte Tätigkeiten nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Diese Tätigkeiten kann er daher nicht oder nur eingeschränkt ausüben.
Die Kunst des Lebens besteht u.a. darin, mit den verfügbaren personalen Möglichkeiten einen Job zu finden, der einem hinlänglich Spaß macht und mit dem man ausreichend Geld verdient, um sein Leben zu bestreiten. In diesem Zusammenhang von Kunst zu sprechen ist überzogen und ändert am existenziellen Befund nichts.
Man ist Schriftsteller, wenn man schreibt, und freue sich, veröffentlichen zu können, was kein hinreichendes Kriterium für Schriftstellerei ist. Selbst die Frage, ob es Menschen gibt, die interessiert, was man schreibt, besitzt nicht die Bedeutung, die ihr zugeschrieben wird (ist aber nicht unwesentlich).
Eine stürmische Jugend schützt eine Zeit lang davor, dass die Aussicht auf ein belangloses Leben den Lebenselan (Élan vital!?) im Keim erstickt. Sie ist für alle Beteiligten anstrengend, gewiss, und vor allem denen unangenehm bis verhasst, die Elan teilweise oder ganz eingebüßt haben.
Ich fasse die Provinz als Kapitale der Vernunft auf. Sie hilft mir, durch die Brille des Möglichen zu sehen und das Unmögliche außer acht zu lassen.
Im Grund meiner selbst bin ich nicht sesshaft, aber froh, einen Ort zu kennen, an dem ich sitzen kann.
Nun also Unregelmäßigkeiten im Schriftbild. Altersbedingte Flüchtigkeiten oder Anzeichen zerebraler Verstimmung?
Langsam dringt Helligkeit in meine "Klause". Es nähert sich der das Tagesgeschäft herbeizitierende Moment, um die geistige Choreografie einer stillen, unverbrauchten Frühe zum Erliegen zu bringen.
Szenen seines Lebens umgeben ihn wie laues Badewasser. Ihm entstiegen, weiß er nicht, ob schwitzen oder frieren. Seit er kalt duscht ist ihm die Entscheidung abgenommen. Der Wanne entstiegen ist er abgekühlt erinnerungsfrei.
Individualität als erstrebenswertes Gut und raffinierte Täuschung dessen, was man landläufig mit Ich bezeichnet. Einerseits unschlagbar, andererseits rein gar nichts.
Ihm stehen Fähigkeiten für bestimmte Tätigkeiten nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Diese Tätigkeiten kann er daher nicht oder nur eingeschränkt ausüben.
Die Kunst des Lebens besteht u.a. darin, mit den verfügbaren personalen Möglichkeiten einen Job zu finden, der einem hinlänglich Spaß macht und mit dem man ausreichend Geld verdient, um sein Leben zu bestreiten. In diesem Zusammenhang von Kunst zu sprechen ist überzogen und ändert am existenziellen Befund nichts.
Man ist Schriftsteller, wenn man schreibt, und freue sich, veröffentlichen zu können, was kein hinreichendes Kriterium für Schriftstellerei ist. Selbst die Frage, ob es Menschen gibt, die interessiert, was man schreibt, besitzt nicht die Bedeutung, die ihr zugeschrieben wird (ist aber nicht unwesentlich).
Eine stürmische Jugend schützt eine Zeit lang davor, dass die Aussicht auf ein belangloses Leben den Lebenselan (Élan vital!?) im Keim erstickt. Sie ist für alle Beteiligten anstrengend, gewiss, und vor allem denen unangenehm bis verhasst, die Elan teilweise oder ganz eingebüßt haben.
Ich fasse die Provinz als Kapitale der Vernunft auf. Sie hilft mir, durch die Brille des Möglichen zu sehen und das Unmögliche außer acht zu lassen.
Im Grund meiner selbst bin ich nicht sesshaft, aber froh, einen Ort zu kennen, an dem ich sitzen kann.
Nun also Unregelmäßigkeiten im Schriftbild. Altersbedingte Flüchtigkeiten oder Anzeichen zerebraler Verstimmung?
Langsam dringt Helligkeit in meine "Klause". Es nähert sich der das Tagesgeschäft herbeizitierende Moment, um die geistige Choreografie einer stillen, unverbrauchten Frühe zum Erliegen zu bringen.
Szenen seines Lebens umgeben ihn wie laues Badewasser. Ihm entstiegen, weiß er nicht, ob schwitzen oder frieren. Seit er kalt duscht ist ihm die Entscheidung abgenommen. Der Wanne entstiegen ist er abgekühlt erinnerungsfrei.
Individualität als erstrebenswertes Gut und raffinierte Täuschung dessen, was man landläufig mit Ich bezeichnet. Einerseits unschlagbar, andererseits rein gar nichts.